(Bildunterschrift: Szene der Partie SpVgg Ketsch 2 gegen Viktoria Neckarhausen)

Bei der Reserve der SpVgg Ketsch zeigte sich unsere Elf vor allem in Halbzeit zwei desolat und brachte das Kunststück fertig in den zweiten 45 Minuten ganze sieben Gegentore zu kassieren. Kein Aufbäumen, keine Zweikampfführung, leichtfertige Ballverluste, Verlieren der Ordnung und auch gegenseitiges Anmotzen auf dem Platz waren die ausschlaggebenden Negativpunkte. Nun ist man wieder mitten drin im Abstiegskampf.

Die Viktoria startete gut. Direkt spielte man auf das Tor der Gastgeber. Fuchs war es, der eine herrliche Flanke aus dem Halbfeld mustergültig und sehenswert einnetzen konnte und völlig verdient die 0:1-Führung erzielte. Danach kam man ins Hintertreffen und die Gastgeber erspielten sich mehrere Chancen, die aber entweder nicht genutzt werden konnten oder Torsteher Bernhard zur Stelle war. Aber auch die Viktoria kam wieder zu Torszenen, leider ohne Erfolg. Nach 38 Minuten war Klebert schneller als unsere Hintermannschaft und erzielte den 1:1 Ausgleich.

In die zweite Halbzeit startete man schwach. Von Beginn an drückten die Gastgeber. Wieder fehlte im Mittelfeld oft der nötige Zugriff. Aber auch in der Hintermannschaft stand man regelmäßig offen wie ein Scheunentor. Trotz wortreicher Anweisungen des Trainers gelang es nicht die Leistung zu verbessern. Nach 54 Minuten war Cakiroglu zur Verfügung und stand am langen Eck völlig blank. Nur zwei Minuten später wurde nach einem Eckball der Rückraum nicht gedeckt und Klebert bedankte sich erneut. Auf einmal brachen alle Dämme und unsere Mannen zerfielen völlig. Kissner durfte völlig unbedrängt nach 64 Minuten zum 4:1 einschieben. Nur drei Minuten später war es wieder Kissner, der einen Konter nach einem Eckball der Rot/Schwarzen herrlich zu Ende spielte. Das 6:1 durfte Spaqi erzielen, der völlig frei vor Torsteher Bernhard ein Zuspiel seines ebenfalls völlig freistehenden Spielkameraden nur noch einzuschieben brauchte. Aber auch jetzt war man nicht in der Lage einfach den Ball zu schlagen und zu verteidigen. Spaqi durfte auch noch seinen Doppelpack mit reichlich Geleitschutz schnüren – da waren 76. Minuten gespielt. Yildirim hatte auch noch seinen Spaß und durfte sich zu den Torschützen des Spieltags hinzufügen. Wieder völlig blank stand man nach einem leichtfertigen Ballverlust und kassierte den 8:1-Treffer zum Endstand.

Völlig zurecht darf man nach diesem desolaten Auftreten die Charakterfrage an die einzelnen Akteure stellen. Offenbar haben viele nicht verstanden, dass Fußball ein Mannschaftssport ist. Nur wenn jeder seine Leistung abruft, kann man als Mannschaft gewinnen. Es bleibt zu hoffen, dass es zum nächsten Spiel ein Aufbäumen gibt und endlich Punkte eingefahren werden können!

Torfolge:
0:1 Fuchs (12.), 1:1 Klebert (38.), 2:1 Cakiroglu (54.), 3:1 Klebert (56.), 4:1 Kissner (64.), 5:1 Kissner (67.), 6:1 Spaqi (71.), 7:1 Spaqi (76.), 8:1 Yildirim (82.)

SpVgg Ketsch II:
Giesel, Jung, Umuc (ab 30. Min. Schmetzer), Wendel, Kissner, Gärtner (ab 73. Min. Gmehlin), Klebert (ab 76. Min. Hoffmeister), Duda, Cakiroglu (ab 67. Min. Yildirim), Gundeslweiler, Spaqi

FC Viktoria:
Bernhard, Böhmker, Zimmer, Heid, Mendel (ab 55. Min. Moczygemba), Fuchs, Duttenhöfer, Gavrilla, Langknecht (ab 64. Min. Ost), Krapp, Martin (ab 59. Min. Höhnle)

Schiedsrichter:
Kevin Solert (FV Brühl)