Ende der siebziger Jahre sprossen die „Grümpel – Turniere“, wie sie auch genannt wurden wie Pilze aus dem Boden. Fast in jeder Gemeinde jagten die Hobby – und Laienkicker mit viel Enthusiasmus hinter dem runden Leder her. Auch bei der Viktoria entschloss man sich mit auf diesen Zug zu springen und eine Ortsmeisterschaft auszuspielen. In der Zeit vom 31. Mai bis 7 Juni 1980 war es dann soweit. Fünfundzwanzig Mannschaften hatten ihre Teilnahme zugesagt, aber nach dem Ausfall der „Hundefreunde“ gingen 24 Teams auf Tore – und Punktejagd. In sechs Vorrundengruppen wurde um den Einzug in die Finalrunde gekämpft. Da sich nur der jeweilige Gruppensieger qualifizieren konnte, wurde in jedem Spiel verbissen um die Punkte gekämpft und jede Mannschaft war bemüht so viele Tore wie möglich zu erzielen. Den Vogel schoss dabei das Team der Spedition Dachser ab, die den Kegelclub „Goldene 7“ mit 12:0 vom Platz fegte. Dennoch reichte dieser Kantersieg nicht für die Endrunde. In der Finalrunde trafen in der Gruppe A die Volleyballer des TV Neckarhausen, der „Schnupferclub“ und der Skatclub Edingen aufeinander. Der zweite Finalist wurde zwischen der AH der Fortuna Edingen, dem DJK Würfelclub und den Jugendbetreuern der Viktoria ermittelt. Den 3. Platz sicherte sich schließlich der „Schnupferclub“ durch einen 2:0 Erfolg gegen den Würfelclub der DJK. Im Finale lieferten sich die Alten Herren der Fortuna und die Volleyballer des TVN einen packenden Kampf, der durch einen Strafstoß zu Gunsten der Fortuna entschieden wurde. Somit wanderte die Trophäe im ersten Jahr nach Edingen.

Im Folgejahr durfte dann beim TV Neckarhausen gejubelt werden, aber nicht die Volleyballer holten sich den „Pott“, sondern die Tennisspieler bewiesen, dass sie nicht nur mit der Filzkugel , sondern auch mit dem Lederball umgehen können. Im Finale wurden die Würfelspieler der DJK gleich mit 5:0 besiegt. Erneut auf dem Bronzerang landeten die „Schnupfer“, durch einen Erfolg über die Fa. Dachser. Die Zeit der Spediteure kam dann in den nächsten beiden Jahren. 1982 wurde der Skatclub im 7 – m – Schießen bezwungen und im Folgejahr schafften sie in der Verlängerung die erfolgreiche Pokalverteidigung gegen die Freizeitkicker aus Edingen. Im Jahr 1984 griffen dann wieder die Tennisspieler nach der Krone, aber im Finale scheiterten sie an der Spielgemeinschaft Schorleclub / Schnupferclub mit 0:1. Waren in den ersten Jahren hauptsächlich ortsansässige Vereine am Start, kamen in den nächsten Jahren immer mehr lose Vereinigungen hinzu. Bei der Namensgebung waren die Teilnehmer sehr kreativ. Mit dem FC Vorwärts Spektakel triumphierte im Jahr 1985 eben solch eine Truppe. Im Endspiel wurde Dachser mit 3:1 geschlagen. Im Jahr 1986 schien es, als könnte sich erstmals ein Team der gastgebenden Viktoria durchsetzen, aber mit dem Schlusspfiff kassierte man gegen „ Die Unbekannten“ den 1:1 Ausgleich. Da die anschließende Verlängerung keinen weiteren Treffer brachte, musste wieder einmal ein Siebenmeterschießen entscheiden und dabei erwiesen sich „Die Unbekannten“ als Treffsicherer und holten den Wanderpokal. Im nächsten Jahr standen „Die Unbekannten“ erneut im Finale, mussten aber mit 2:4 die Überlegenheit der Sonnyboys anerkennen. Auf dem Weg zur Titelverteidigung blieben die Sonnyboys dann im Jahr 1988 im Halbfinale an der „Kutscherstube“ hängen. Im Finale trafen dann die Kicker der „Kutscherstube“ auf den Neckarhäuser Boten und siegten mit 2:0. Gestärkt durch reichlich Gerstensaft kickte sich danach die Truppe von Tasmania Dünnbier im Jahr 1989 zum Turniersieg. Allerdings machten sie es ziemlich spannend, denn sowohl im Viertel- als auch im Halbfinale musste der Sieger im 7- m – Schießen ermittelt werden. Beide Male erwiesen sie sich als äußerst nervenstark und erreichten somit das Finale. Hier waren sie nicht mehr zu bremsen und schlugen „Just for fun“ souverän mit 4:1 Toren. Im Jahr 1989 kam es bereits im Viertelfinale zur Neuauflage dieser Partie und dieses Mal drehten „Just for fun“ den Spieß m und warfen den Titelverteidiger aus dem Rennen. Fürs Finale reichte es aber „Just for fun“ nicht, denn dort standen sich etwas überraschend die Naue Kickers und der Clan gegenüber. Nach spannendem Spielverlauf siegten die Naue Kickers mit 2:0. Im Jahr spielte sich noch einmal Tasmania Dünnbier an die Spitze, ehe die große Zeit „Der Unbeugsamen“ begann. In den Jahren 1992 und 1993 sicherten sie sich den Turniersieg. Nachdem sie 1994 dem „Schrecklich guten Team“ den Vortritt lassen mussten, schlossen sie sich in den Folgejahren mit dem Team Perrot zu einer Spielgemeinschaft zusammen und gewannen 1995 und 1996 erneut den Titel. Große Freude herrschte im Jahr 1997, als der Dauerbrenner endlich seinen ersten Turniersieg feiern konnte. Der Neckarhäuser Bote, ist die einzige Mannschaft, die an allen Turnieren teilgenommen hat und nun war es endlich soweit, der Bote stellte für ein Jahr die besten Hobbykicker der Gemeinde. 1998 konnte sich dann der Bayern Fanclub erstmals in die Siegerliste eintragen. Im Finale wurde die Volksbank Ladenburg besiegt. Die Bänker aus der Römerstadt waren die großen Pechvögel in diesen Jahren. Viermal erreichten sie das Finale und immer mussten sie sich mit der undankbaren Vizemeisterschaft begnügen. Einen Doppelsieg feierte anschließend die Jack Daniel’s Bande, die sich 1999 und 2000 durchsetzen konnte. Nach einem erneuten Erfolg des Bayern Fanclubs im Jahr 2001 errang der C.F. Cubata im Jahr 2002 den Titel. Im Folgejahr ging der Pokal dann erneut nach Edingen, als sich die Young Boys durch einen Sieg im 9–m–Schießen gegen den Ladenburg Zoo erstmals in die Siegerliste eintrugen. Reichte es für den Ladenburg Zoo 2003 nur zur Vizemeisterschaft, so standen sie 2004 bei der 25. Auflage des Jedermann-Turniers ganz oben auf dem Siegertreppchen. In einem der torreichsten Finals der Geschichte bezwangen sie den Club Schwarzer mit 5:4 Toren. Leider traten sie im Jahr 2005 nicht zur Titelverteidigung an und somit war klar, dass es einen neuen Titelträger geben würde. Die Oldtimer der Viktoria hatten in diesem Jahr einen guten Lauf und zogen völlig überraschend ins Halbfinale ein. Durch einen Erfolg im Neunmeter-schießen gegen den Vorjahresvize Club Schwarzer erreichten die Oldtimer erstmals wieder seit 1986 das Endspiel. Hier traf man auf die Mannschaft von Multi Kulti, die in souveräner Manier durch das Turnier gestürmt war. Auch im Endspiel ließen sie sich nicht vom Erfolgskurs abbringen und gewannen durch einen 3:1 Erfolg erstmals das Turnier. Durch einen 3:1 Endspielsieg über den FC Trichter gelang ihnen 2006 die erfolgreiche Titelverteidigung. Auch 2007 schien Multi Kulti seiner Favoritenrolle gerecht zu werden und steuerte den Titel – Hattrick an. Im Halbfinale stellte sich die Mannschaft dann selbst ein Bein und musste wegen einem Verstoß gegen die Turnierbestimmungen vom weiteren Turnier ausgeschlossen werden. Die Jungs vom Bolzplatz Feudenheim nutzten die Gunst der Stunde und fegten im Endspiel das Team Quermix mit 7:4 vom Platz. Die besten Mannschaften der letzten Jahre, Multi Kulti und Bolzplatzkicker, drückten auch im darauffolgenden Turnier ihren Stempel auf. In einem dramatischen Finale stand es nach Ablauf der Verlängerung 3:3 unentschieden. Im 9-m-Schießen hatte Multi Kulti dann die besseren Nerven und siegte mit 4:2. Und auch im Jahr 2009 waren die Teams von Multi Kulti und den Bolzplatzkickern ganz vorne mit dabei, doch beide konnten den Turniersieger Dachser nicht stoppen. In einem packenden Finale setzte sich das Team Dachser gegen Multi Kulti im 9-m-Schießen durch. 2010 waren 10 Teams am Start. Den Turniersieg konnte sich erneut das Team Dachser durch einen verdienten Endspielsieg gegen das Team Alkopops Relaoded sichern. Und auch 2011 konnte das Team Dachser sich den Turniersieg holen. In der Vorrunde konnte das Team Dachser von 3 Spielen 2 gewinnen. In der Zwischenrunde hatte man Glück, das man das bessere Torverhältnis hatte und so zog das Team Dachser ins Halbfinale ein. Im Halbfinale setzte man sich knapp mit 2:1 gegen die SpVgg Fußpilz – Schindl durch. Im Finale traf man dann auf Lucky Luke, gegen dieses Team hatte das Team Dachser in der Zwischenrunde noch mit 2:3 verloren, doch in einem packenden Finale setzte sich am Ende das Team Dachser mit 1:0 durch. Das Team Dachser gewann damit zum 3-mal in Folge und insgesamt zum 5-mal in der Turniergeschichte und durfte somit den Pokal endgültig in den eigen Reihen behalten.

Im Jahr 2012 Jahr wurde dann um den neuen Wanderpokal, der vom Restaurant Neckarperle gesponsert wurde, gespielt. Der Titelverteidiger Dachser konnte hierbei nur den 6. Platz erringen. Im Finale standen sich Lucky Luke, die im Vorjahr das Finale gegen Dachser knapp verlor, und Footbol Fantastico gegenüber. In einem sehr ausgeglichenen Spiel konnte sich Lucky Luke knapp mit 1:0 durchsetzten und somit sich zum ersten Mal in die Siegerliste eintragen.

Und auch 2013 stand Lucky Luke im Finale. In einem sehr fairen Turnier setzte sich aber am Ende das Team „Walter Frosch“ gegen den Titelverteidiger von „Lucky Luke“ in einem spannenden Finale mit 3:2 durch. In der Vorrunde waren die Mannen von Walter Frosch noch nicht so gut eingespielt und so musste man über die Lucky Looser Runde sich für das Viertelfinale qualifizieren. Lucky Luke dagegen konnte sich als Tabellenzweiter in der Vorrunde eine gute Ausgangsposition für das Viertelfinale schaffen. Auch der Neckarhäuser Bote mischte lange Zeit um den Turniersieg mit, scheiterte aber im Halbfinale am späteren Turniersieger. Nicht zu alter Stärke konnte dagegen das Team Dachser finden, das nur den 11. Platz erringen konnte. Trotzdem konnte sich das Team Dachser am Ende des Turniers über eine Auszeichnung freuen und zwar zum fairsten Team. Das Team Dachser trat in der Zwischenrunde gegen die mit nur 4 Feldspielern spielenden Viktoria Oldtimer ebenfalls nur mit 4 Feldspielern, obwohl man mit einem deutlichen Sieg noch die Chance auf das Viertelfinale gehabt hätte.

… 2014 und 2015 werden in Kürze ergänzt …

Aufgrund von zu wenig Anmeldungen entfiel das Turnier im Jahr 2016. 2017 wird das Turnier aufgrund der zeitgleichen Festwoche in Plouguerneau aus terminlichen Gründen ebenfalls nicht stattfinden.