(Bildunterschrift: Die Vorstandschaft wurde neu gewählt!)


Nachdem letztes Jahr Coronabedingt keine JHV abgehalten werden konnte, war es am vergangenen Freitag soweit. Die Viktoria-Familie konnte zur ordentlichen Jahreshauptversammlung 2021 zusammenkommen. Den Zeiten der Pandemie war es geschuldet, dass sowohl das Geschäftsjahr 2019 als auch das Geschäftsjahr 2020 zu behandeln waren.

Nachdem der 1. Vorsitzende Tobias Hertel die Anwesenden Mitglieder, Ehrenmitglieder & Amtsvorgänger, sowie die Pressevertreter des Mannheimer Morgens und der Rhein-Neckar-Zeitung begrüßen durfte, gedachten die Anwesenden den seit der letzten JHV Verstorbenen Vereinsmitgliedern.

Es mögen in Frieden Ruhen: Reiner Eckhardt, Kurt Schmitt, Karl-Heinz Layer, Werner Ding, Werner Quintel, Alfred Seip, Alfred Mayer und Günter Rothacker.

Im Anschluß rekapitulierte Tobias die vergangenen zwei Spielzeiten sowie den Start der neuen Spielzeit 2021/22. Hierbei unterrichtete er die Mitglieder auch darüber, dass Benjamin Borho und Claudio Crescentini kürzlich ihr Trainerammt der “Zweiten” niedergelegt haben (wir berichteten: hier) und dankte den beiden herzlichst für Ihren Einsatz in den vergangenen Jahren. Auch dankte er Martin Kinzig, welcher Jahrelang den Posten des Spielausschussvorsitzenden innehatte, sich jedoch nicht mehr zur Wahl gestellt hat.

Auch erinnerte er an den Pächter- und Miterwechsel im Frühjahr 2020 als Heidemarie Daub in den wohlverdienten Ruhestand ging. Die von Neupächter Michael Kuss geplante große Neueröffnung musste damals in Anbetracht der beginnenden Corona-Pandemie abgesagt werden. Erst seit den letzten Wochen scheint sich die Situation in der Gastronomie wieder zu normalisieren.

Der scheidende Hauptkassier Christian Kuhn stellte anschliessend den Kassenbericht der letzten zwei Geschäftsjahre vor und berichtete, dass die finanzielle Situation des Vereins durch Corona zwar angespannt sei, mehr jedoch nicht. Kassenprüfer Jürgen Heid stellte sodann auch fest, dass der Verein praktisch schuldenfrei ist und schlug daher die Entlastung der Vorstandschaft vor, welcher die Mitglieder dann auch einstimmig nachgekommen sind.

Im Nachgang standen die Neuwahlen der Vorstandschaft auf der Agenda. Wiedergewählt wurden Tobias Hertel als 1. Vorsitzender, Patrick Ibele als 2. Vorsitzender, Robin Pfister als Geschäftsführer, Christoph Kulig als Schriftführer, Jugendleiterin Vera Heibel, Beisitzerin Christa Lipps, die Kassenprüfer Ursel Starke und Jürgen Heid sowie der Verwaltungsrat bestehend aus Uwe Öttinger, Werner Hertel, Gunnar Quintel, Roland Heibel und Margot Filz. Bestätigt wurden ferner die Abteilungsleiter AH Roland Heibel und Gunnar Quintel. Bei den übrigen Posten kann man tatsächlich von einer Art “Job Rotation” sprechen. Der ehemalige Spielausschußvorsitzende Martin Kinzig wurde zum Hauptkassier gewählt. Sein Vorgänger auf dieser Position, Christian Kuhn übernimmt den vakanten Posten des Beisitzers von Irene Daners, welche sich nicht mehr zur Wahl gestellt hat. Zum Neuen Spielausschußvorsitzenden wurde Dennis Höhnle gewählt.

Auf die Neuwahlen folgte dann das sicherlich emotionalste Thema, welches zugleich auch intensiv unter den Mitgliedern diskutiert wurde. “Wohnen und Freizeit in Neckarhausen Nord”.  Zum Sachstand der letzten Jahre hat sich nämlich im Grunde nichts geändert. Nach wie vor schwebt das Baugebiet “Nackarhausen Nord” wie ein Damoklesschwert über unserem Verein. Im Nunmehr 12. Jahr nach BEginn der Planungen kann weder verbindlich ein Beginn mitgeteilt werden, noch wie es mit unserem Verein wo weiter geht. Diese Situation ist mehr als nur unbefriedigend – es grenzt schon an Unvermögen, dass hier nicht wenigstens schon längst ein Ablaufplan vorhanden ist.

Tatsächlich bleibt es weiterhin bei Absichtsbekundungen und wenig belastbaren Aussagen. Nach kurzzeitiger Eskalation nach dem vorher nicht angekündigten Tribünenabriss und den weiter voranschreitenden Bauarbeiten für das neue Hebewerk hat der FC Viktoria die Gemeindeverwaltung aufgefordert endlich einen ordentlichen Auflösungsvertrag auszuarbeiten, in dem ein Umzug detailliert geregelt und ein zeitlicher Ablaufplan aufgezeigt wird. Dies steht jedoch weiterhin aus und es ist bis dato nichts weiter passiert. Immerhin ist der Weg auf den Sportplatz nun ordentlich befestigt und beleuchtet. Jedoch weiß man nach wie vor nicht, wie und wann es weitergehen soll.

Dass dann Bürgermeister Michler kürzlich im Mannheimer Morgen verkünden lies, dass es in 2022 zügig mit Neckarhausen-Nord weitergehen soll, gleicht einer Farce. Ohne dass es endlich zu verbindlichen Verträgen zwischen den betroffenen Vereinen und der Gemeinde kommt, wird in Neckarhausen-Nord nichts vorangehen.

Die Meinung der Mitglieder nach BEschluß der außerordentlichen Jahreshauptversammlung vom Oktober 2016 und dem Stimmungsbild der Jahreshauptversammlung 2017 hat sich nach wie vor nicht geändert. Auch wurde nach wie vor keine andere Lösung mit der Gemeindeverwaltung besprochen.

Fakt ist leider weiterhin: Der Verein geht weiter einer ungewissen Zukunft entgegen. Noch läuft der Erbpachtvertrag für das Klubhaus-Felände bis 2057. Immerhin ist endlich die Umwandlung des Rasenplatzes in einen Kunstrasenplatz im Sportzentrum Edingen vollzogen. Wie von uns allerding merhfach hingewiesen, reichen die Kabinen- und Platzkapazitäten im Sportzentrum Edingen nicht aus um den Fußballspielbetrieb für drei Vereine gewährleisten zu können. Die Gemeinde ist hier klar im Zugzwang.