Im Spiel gegen den Klassenprimus aus Schwetzingen kam unsere Elf unter die Räder. Die Niederlage ist von der Höhe her jedoch völlig unverdient. Lange Zeit konnte man das Spiel sehr offen gestalten. Die Chancenauswertung war bei der Heimmannschaft ausbaufähig – bei den Gästen gnadenlos effektiv. Dazu wurde ein Tor aus einem klaren Abseits erzielt, eins wegen angeblichen Abseits und ein klarer Strafstoß der Viktoria nicht gegeben. Gut und gerne hätte man einen Punkt erzielen können, vielleicht sogar müssen.

In die erste Halbzeit startete die Viktoria als bessere Mannschaft. Nach einem Standard hatte nach drei Spielminuten Zimmer die Riesenchance auf dem Kopf, aber der Gästetorhüter konnte stark parieren. Die Viktoria machte weiter Druck und kam zu weiteren Torchancen, allesamt konnten diese jedoch nicht genutzt werden. Nach 12 Minuten kamen die Gäste erstmals gefährlich vor das Tor der Viktoria und prompt zabbelte der Ball im Netz. Aus klarer Abseitsposition erzielte Öztürk das absolut unverdiente 0:1. Nun spielte wieder nur die Viktoria. Aber die erspielten Torchancen ließen sich nicht in Zählbares ummünzen. Schwetzingen schaffte es phasenweise nicht mal mehr aus der eigenen Hälfte. Aber ein weiterer Konter ließ Ünver nicht ungenutzt und schob zum 0:2 ein. „So ist leider der Sport manchmal! Die stehen dreimal vor der Hütte und schießen zwei Tore und wir bekommen das Ding nicht rein!“, so ein Zuschauer.

Die zweite Halbzeit begann, wie die erste aufhörte. Von Beginn an war die Viktoria präsent und drückte auf den Anschluss. Aber „das Ding“ wollte einfach nicht rein. Aber Kümmerle konnte einen Eckball fulminant ins Tor wuchten und den eigenen Anhang hoffen lassen. Als dann Martin nur wenige Minuten später klar und regelwidrig im Strafraum zu Fall gebracht wurde, hätte es Strafstoß für die Viktoria und eine rote Karte für den Verteidiger geben müssen, man hörte es über den ganzen Platz klatschen, aber der (Un)parteiische machte keine Anstalten zu pfeifen – eine klare, weitere Fehlentscheidung. Das wäre die Riesenchance auf den Ausgleich gewesen. Torsteher Porcu konnte mit starken Paraden Schlimmeres verhindern. Nach 62 Minuten hatte Riedel einen Riesenaussetzer und so erzielte Özbek dann das 1:3 und machte so alle Hoffnungen zunichte. Als dann Ünver nach 68 Minuten und Özbek nach 76 Minuten weitere Tore erzielten, war die Viktoria geschlagen – in der Höhe völlig unverdient.

Torfolge: 0:1 Öztürk (12.), 0:2 Ünver (43.), 1:2 Kümmerle (57.), 1:3 Özbek (68.), 1:4 Ünver (68.), 1:5 Özbek (76.)

FC Viktoria: Porcu, Maier (ab 72. Min. Ragni), Riedel, Zimmer, Palumbo, Pfister (ab 46. Min. Mozcygemba), Wallace (ab 72. Min. Ost), Kümemrle, Kulig (ab 68. Min. Behrens), Duttenhöfer, Martin

KSC Schwetzingen: Gund, Raoufi, Sanneh, Emiroglu, Ünver, Janneh (ab 32. Min. Mustafa), Konur, Öztürk (ab 46. Min. Acikgüloglu), Mert, Erdogan, Uzun (ab 46. Min. Özbek / ab 81. Min. Aksu)

Schiedsrichter: Atik Günay Özdemir (FC Östringen)